eAU-Funktionalitäten im Urlaubsplaner

SAP Fiori im HCM, scdsoft Lösungen / 11.11.2022

Wir haben unseren scdsoft Urlaubsplaner im Zuge des eAU-Verfahrens angepasst und hierfür ein Zwischen-Release zur Verfügung gestellt.

Mit den „eAU“-Funktionen des Urlaubsplaners werden folgende Funktionen bereitgestellt:

  • Neue Auswahlfelder für Erst- bzw. Folgebescheinigung sowie für Ausschlussgründe (z.B. Privatarzt). Dies wird momentan nur in Fiori angeboten.
  • Customizing-Schalter: Privatversicherte müssen eine Dateianlage (AU) an eine Krankheit mit Attest anhängen.
  • Customizing-Schalter: Automatische Verlängerung des Vorgängersatzes einer Krankheit bei der Verbuchung einer Krankheit mit Attest mit dem Kennzeichen „Folgebescheinigung“.
  • Customizing-Schalter: Prüfung auf Zeitereignisse am ersten Krankheitstag. Liegen Zeitereignisse vor, wird für den ersten Tag ggf. eine (untertägige) Ersatz-Abwesenheit gebucht und die Krankheit mit Attest erst ab dem Folgetag.
  • Zusätzlich wird der Sachbearbeiter per E-Mail über den Vorgang informiert (manuelles Nacherfassen Gehen-Buchung, ggf. Korrekturen etc.)
  • Muster-Workflow für Bearbeitung der Krankheit mit Attest für Privatpatienten durch den Sachbearbeiter im Business Workplace (SAP GUI): Freigabe, Freigabe und Überarbeiten, Ablehnen.

Der von uns gedachte Musterprozess läuft wie folgt:

  • Mitarbeiter oder Manager können Krankheit ohne Attest beliebig erfassen (bis zu 3 Tage) und auch korrigieren bzw. stornieren.
  • Mitarbeiter oder Manager können Krankheit mit Attest (oder auch Arbeitsunfall) erfassen, nicht aber nach der Verbuchung ändern oder stornieren.
  • Bei Erfassung einer Krankheit mit Attest muss zwingend eine Angabe über Erst- oder Folgebescheinigung eingegeben werden. Optional können auch Ausschlussgründe (Ausnahmen) durch die Mitarbeiter/Manager erfasst werden.
  • Privatversicherte müssen zwingend eine Dateianlage (AU) an den Antrag anhängen.
  • Für gesetzlich Versicherte wird der Antrag nach dem Speichern automatisch genehmigt und verbucht. Die Führungskraft wird per E-Mail benachrichtigt.
  • Anträge von Privatversicherten gehen zur Genehmigung nicht zur Führungskraft, sondern zum Sachbearbeiter. Dieser kann im Business Workplace (SAP GUI) den Antrag prüfen, die Dateianlagen einsehen und dann den Antrag zur Verbuchung freigeben.
  • Beim Verbuchen werden bei Folgebescheinigungen ggf. Vorgängersätze im Infotyp 2001 verlängert anstatt neue Sätze angelegt. Ebenso finden bei der Verbuchung ggf. Prüfungen auf Zeitereignisse am 1. Krankheitstag statt. Falls vorhanden, wird der Sachbearbeiter per E-Mail informiert und die Krankheit mit Attest wird erst ab dem Folgetag verbucht. Ggf. wird eine untertägige Abwesenheit für den ersten Tag gebucht (falls die Gehen-Buchung vorliegt).

Dieser Musterprozess kann individuell auf Kundenanforderungen angepasst werden. Je näher der Prozess an unserem Musterprozess liegt, desto geringer der Implementierungsaufwand. Soll der Prozess in Web Dynpro implementiert werden, sind weitere Anpassungen zur Erfassung von Erst-/Folgebescheinigung z.B. über Kundenfelder notwendig.

Voraussetzungen sind:

  • Release 10.0 des Urlaubsplaners ist eingespielt
  • Patch-Transport für eAU-Funktionen ist eingespielt

Download des Patches:

  • Der Urlaubsplaner Rel. 10 Patch 20221110 steht hier zum Download bereit (innerhalb der restlichen Auslieferung).

Autor: Sean Schröpfer